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Bogenschützen sind Sportler

Bogenschießen ist schon lange eine olympische Sportart, auch wenn es in Deutschland oft ein Schattendasein führt. Dabei haben die deutschen Mannschaften schon einige Medaillen bei den Spielen geholt und auch bei Weltmeisterschaften gut abschneiden können. Die genaue Zahl der in Vereinen organisierten Bogenschützen ist schwer zu ermitteln, auch weil einige Mitglieder im Schützenverband sind. Es dürften aber bundesweit etwa 10.000 sein. Um den Sport ausüben zu können, braucht es ein geeignetes Gelände, auf dem man Zielscheiben aufstellen kann. Ein Sportbogen kostet für Einsteiger etwa 200 Euro. Wer Spaß am Sport findet, kann aber auch Bögen für 400 Euro und mehr kaufen. Der Bogen wird an den Sportler angepasst.

Bogen als Jagdwaffe

Zunehmend ist der Bogen auch wieder als Jagdwaffe interessant geworden. Die meisten Bogenschützen schießen dabei auf Wildschwein- und Hirschattrappen, die im Wald in einem abgesperrten und markierten Gebiet aufgestellt sind.

Um zu lernen, wie man auch lebende Tiere mit dem Bogen jagen kann, muss man sowohl einen Jagdschein als auch einen Bogenjagdschein haben. Verwendet werden meistens Langbögen, Compoundbögen und Recurvebögen. Diese unterscheiden sich erheblich von den Geräten, die im Bogenschützensport verwendet werden.

Ein großer Unterschied ist, dass man bei der Jagd recht wenig Zeit hat, den Pfeil abzuschießen, dafür aber auch andere Abstände und Zielflächen hat. Dennoch findet man auch beim Jagdbogen heute Zielhilfen und Stabilisatoren.

Die Bogenjagd erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Bogenschützen, weil sie als ursprünglich und authentische Jagd gesehen wird. Manche Bogenschützen kombinieren auch den Sport und die Jagd und üben beides aus.